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Ostseebad Binz auf Rügen

Binz liegt an Rügens Ostküste im Süden der Prorer Wiek. Ob man mit dem Auto fährt oder die Bahn nimmt, fast immer führt die Anreise von Stralsund her über den Rügendamm nach Binz. Die unverwechselbare Bäderarchitektur mit ihren weißen Jugendstilvillen machte den Kurort zu einem der schönsten Ostseebäder überhaupt. Seit der Wende wurden die meisten Gebäude renoviert. Auch die 370 m lange Seebrücke erfuhr eine Generalüberholung. Neue Hotels und Pensionen entstanden. In Binz findet man Übernachtungsmöglichkeiten jeder Preisklasse vom einfachen Zimmer mit Frühstück bis zur Suite mit Meerblick. Auch Ferienhäuser und Apartments werden angeboten. Die Jugendherberge liegt an der Strandpromenade, der nächste Campingplatz befindet sich in Göhren. Doch für alle Varianten gilt: ohne vorherige Reservierung wird man in der Hochsaison kaum fündig.

Binz bietet Urlaubsaktivitäten für jedes Wetter

Es gibt Tennisplätze und einen Tauchclub. Auch Windsurfen ist an der Prorer Wiek möglich. Die geschützte Lage an dieser Bucht erlaubt Wassersport und Badefreuden auch dann, wenn anderswo Wind und Wellen zu ungemütlich werden. Zwar sorgt die Ostsee für relativ milde Winter, doch leider ist das Wasser auch im Sommer recht kühl. Strandurlaub bleibt auf die Hochsaison beschränkt. Kuren und Wellness sind dagegen zu jeder Jahreszeit möglich. Binz und die benachbarten Seebäder bieten eine Reihe von Pauschalangeboten, darunter auch „Schnupperkuren“. Für Wanderungen und Radtouren sind Frühjahr oder Herbst die beste Reisezeit. Im Mai stehen Apfelbäume und Rapsfelder in voller Blüte. Im Oktober bieten Baaber Heide und die Buchenwälder der Granitz ein farbenfrohes Bild. Wander- und Radwege sind gut ausgebaut, Leihräder werden überall vermietet. Wer ein Pferd dem Drahtesel vorzieht, der wendet sich an den Reiterhof im benachbarten Zirkow. Auch ein Ausflug nach Sassnitz lohnt sich.

Ostseebad Binz

Ostseebad Binz ©iStockphoto/SzabolcsKiss

Kurorte in der Nähe von Binz

Von Binz sind es rund fünf Kilometer bis nach Sellin. Selbst in der Hochsaison findet man am zwei Kilometer langen Strand ein ruhiges Plätzchen. Durchkreuzt das Wetter die Pläne, bietet die Bade- und Saunalandschaft „Inselparadies“ eine Alternative. Auch in Sellin ist die restaurierte Seebrücke ein Blickfang. Weitere schöne Beispiele der Rügener Bäderarchitektur lassen sich in der denkmalgeschützten Wilhelmstraße bewundern. Ein Spaziergang in den alten Ortskern am Selliner See lohnt sich. Der See ist Ausgangspunkt für Bootsfahrten nach Moritzdorf am Rande des Naturschutzgebiets. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann durch die Granitz wandern oder ins drei Kilometer entfernte Baabe laufen. Der kleine Badeort punktet durch seine malerische Lage am Selliner See und die grandiose Aussicht auf die Ostsee. Auf der Strandpromenade gelangt man nach drei weiteren Kilometern ins Seebad Göhren. Nord- und Südstrand erstrecken sich über insgesamt sieben Kilometer. Besonders Familien mit Kindern fühlen sich hier wohl. Bei schlechtem Wetter sorgt ein Besuch im Mönchsguter Heimatmuseum dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Oder man unternimmt eine Zugfahrt der besonderen Art. Denn wie Binz, Sellin und Baabe, so liegt auch Göhren an der Route der Rügener Schmalspurbahn. Der „Rasende Roland“ pendelt im Stundentakt zwischen Putbus und Göhren.


Extratipp: mit dem Rasenden Roland durch die Granitz

Längst kein Geheimtipp mehr, aber immer noch ein Erlebnis ist die Fahrt mit der historischen Schmalspurbahn. Freunde vergangener Eisenbahnromantik geraten beim Anblick der alten Dampflok ins Schwärmen. Der Name „Rasender Roland“ ist nicht ganz wörtlich zu nehmen. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern zuckelt die Kleinbahn gemächlich durch Granitz und Baaber Heide. Man hat Muße die Landschaft zu genießen und kann sich auch kurzfristig für einen Zwischenstopp entscheiden zum Beispiel beim Jagdschloss Granitz. Der Aufstieg in den Turm wird mit einer fantastischen Aussicht über die Insel belohnt. Doch schwindelfrei sollte schon sein, wer die steile Wendeltreppe erklimmen will.

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