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Fischland Darß Zingst

Anreise: Schnell und bequem zu erreichen von Berlin und Hamburg aus

Gut 45 Kilometer lang ist die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zwischen Rostock und Stralsund, etwa in der Mitte der Ostseeküste des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern trennt sie die Darß-Zingster Boddenkette vor dem offenen Meer. Von Westen aus betrachtet beginnt sie mit dem kleinen und schmalen Fischland samt der Gemeinden Ahrenshoop (Althagen, Niehagen) und Wustrow (Barnstorf), gefolgt vom Darß mit Born, Prerow und Wieck im Zentrum sowie Zingst mit seinem Ortsteil Müggenburg im Osten. Die 287 Kilometer von Berlin verlaufen auf der A19 in Richtung Rostock, der B105 nach Stralsund und der L21 nach Klockenhagen oder der A11 zum Kreuz Uckermark, der A20 in Richtung Stralsund/Lübeck, der B96 in Richtung Rostock, der B105 und der L23 in Richtung Barth. Die 248 Kilometer von Hamburg aus führen über die A20 und die A19 in Richtung Rostock, die B105 nach Stralsund und die L21 nach Klockenhagen in Richtung Fischland-Darß-Zingst.

Aktivitäten: Wassersport und Wanderungen durch Wälder mit Wildtieren

Kraft ihrer geografischen Gegebenheiten mit viel Wasser, Wind, Wellen, Sand und Meer bietet sich die Halbinsel natürlich vor allem für Wassersport aller Art hervorragend an. Wer sich gern am und/oder im Meer bewegt, kommt im Fischland-Darß-Zingst garantiert auf seine Kosten: Ob Angeln oder Beachvolleyball, Segeln oder Surfen, Kanu oder Kajak, die Angebote und die Infrastruktur sind ausgezeichnet. Nahezu überall finden sich Verleihe, Schulen und Ausleihstationen, Gleiches gilt natürlich auch für die einfache bis gehobene Gastronomie und Hotellerie, welche oft ein umfangreiches Sport- und Ausflugsprogramm für ihre Gäste bereithalten. Wunderschöne Wanderungen führen durch vielerorts noch fast unberührte Landschaften des mit fast 800 km² Gesamtfläche drittgrößten deutschen und größten Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns, den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Eine empfehlenswerte Tour ist diejenige durch den 5800 Hektar großen Darßwald, wo man mit etwas Glück und Geduld die dort noch in freier Wildbahn lebenden Schwarzspechte, Seeadler und Rothirsche zu Gesicht bekommt. Im 800 Hektar großen Osterwald östlich von Zingst, dem einzigen echten Regenmoor in Mecklenburg-Vorpommern, stehen teils uralte Birken, Buchen, Eichen und Kiefern, auf deren Ästen, Kronen und Zweigen u.a. Waldkäuze, Eulen und Marder ihr Revier haben.

Strand in Fischland

Strand in Fischland ©iStockphoto/LUKASZ-NOWAK1

Attraktionen und Sehenswürdigkeiten: Naturdenkmäler und Zeitzeugen

Die eigenwillige und seit Jahrtausenden von den Elementen geformte Natur der Halbinsel manifestiert sich vorrangig in ihren teilweise bizarr wirkenden Landschaften. Lediglich einen Meter über den Meeresspiegel erheben sich etwa die beiden kleinen unbewohnten Inseln Barther Oie und Kirr, auf deren Salzwiesen diverse Watvögel brüten und regelmäßig im Herbst Tausende von Kranichen rasten. Eine ähnliche Vogelvielfalt existiert im östlichsten Teil der Halbinsel Zingst Pramort/Pramer Ort, das größte Rückzugsgebiet für Kraniche an der deutschen Ostseeküste liegt am Rande der Heidelandschaft „Sundische Wiesen“, wo sich auch eine Informationseinrichtung des Nationalparks befindet. Eine technische Meisterleistung der Ingenieurskunst ist hingegen die Behelfsbrücke der zukünftigen Meiningenbrücke zwischen Zingst und Bresewitz auf dem Festland, die gekonnte Stahlkonstruktion mit Klappmechanismus ermöglicht die Schiffsdurchfahrt. 1993 wurde die neue Seebrücke in Zingst eröffnet, ganz in der Nähe liegen das Heimatmuseum „Pommerstube“ und das speziell für Kinder konzipierte Museum „Experimentarium“ mit interaktiven Spielgeräten und Erlebnisspielplatz. Zwei beliebte Ausflugsziele sind auch die beiden historischen Leuchttürme der Halbinsel bei Prerow und Wustrow. Der Erstgenannte mit 10 Meter Höhe ging 1911 in Betrieb, die ehemalige Nebelstation Wustrow wurde jedoch 2014 durch ein Sektorenfeuer auf der Wustrower Seebrücke ersetzt. Das historische Gebäude im Dünenbereich soll aus Gründen des Küstenschutzes 2015 abgerissen werden. Einer der ältesten Leuchttürme entlang der Ostseeküste ist hingegen der 35 Meter hohe Leuchtturm Darßer Ort, seit 1848 warnt er Schiffe vor den Untiefen an der Darßer Schwelle. Seit 1978 wird sein Signal ferngesteuert betrieben, im Hof sind Holzskulpturen ausgestellt, im ehemaligen Leuchtturmwärterhäuschen befindet sich ein Café. In weiteren Gebäuden können wechselnde Ausstellungen des Deutschen Meeresmuseums „Natureum“ besichtigt werden.


Beste Reisezeit: Im Sommer wird es schnell voller, mehr Ruhe den Rest des Jahres

Natürlich sind vor allem die Strände der Halbinsel im Sommer und während der Ferienzeit in der Regel sehr gut besucht. Wer hier nicht rechtzeitig bucht, kann unter Umständen schon einige Schwierigkeiten bekommen, eine passable Unterkunft zu annehmbaren Konditionen spontan oder kurz entschlossen zu finden. Weitaus gemächlicher geht es hingegen im Frühjahr, Herbst und Winter auf dem Fischland-Darß-Zingst zu. Über zu niedrige Temperaturen muss man sich dann übrigens nicht allzu viele Sorgen machen, sorgen doch mildes Küstenklima und viel Sonnenschein lange Zeit für angenehme Werte deutlich über dem Gefrierpunkt. Im Gegensatz sinken jedoch die Preise bei vielen Unterkünften in der Nebensaison. Sowohl hochklassige Hotels als auch Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind dann häufig um Einiges günstiger zu ergattern, als während der Monate Juni bis September. Textilfreies Baden an der Ostsee ist zwischen Oktober und Mai natürlich nur etwas für eher hartgesottene Naturen. FKK-Freunde, die ihrem Körper und Kreislauf vertrauen, können ihrem Hobby jedoch auf dem Fischland-Darß-Zingst zum Beispiel auf den Strandabschnitten 11 bis 14, 16 und 17 bis 18 in Dierhagen, auf den Abschnitten 27, 28 und 32 in Prerow, in den Bereichen 1 bis 3, 5, und 14 in Zingst sowie an allen Abschnitten in Ahrenshoop, Wustrow und am Zingster Weststrand ganz selbstverständlich nachgehen.

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